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EUROSKÅL-Treffen: „grenzenlos“ Denken im Tourismus
Am selben Ort: das Präsidenten- und Sekretäretreffen

Mitglieder des Touristikernetzwerkes Skål International trafen sich beim EUROSKÅL-Treffen vom 22. bis 24. September in Luxemburg und in der berühmten luxemburgischen Winzergemeinde Schengen. Und wer Schengen sagt, denkt an ein geeintes Europa. EUROSKÅL hat diesen Ort bewusst gewählt, sinnbildlich innerhalb des weltweiten Verbandes für ein grenzenloses Miteinander im Tourismus. So trafen sich nicht nur Mitglieder deutscher Clubs, sondern auch Members der benachbarten Länder. 

Im Luxemburger Stadtteil Clausen ist der Vater Europas geboren. Robert Schuman war der Vorreiter eines vereinten Europas, das Leben an der Grenze kannte er nur zu gut. Zusammen mit Jean Monnet gilt er als Gründervater des Europäischen Union. Im Jahr 1963 ist er verstorben. Sein Geburtshaus ist noch heute zu sehen, mit dem Auto kommt man bequem daran vorbei - Luxemburg-Präsident Anders Björkman gewährte Susanne Heiss (SID) und Rosiwtha Adlung (Club Berlin) eine kleine und feine Stadtrundfahrt am Tag der Ankunft. 

Gastfreundschaft auf luxemburgisch

Skål Deutschland ist beim Zusammenschluss europäischer Clubs federführend dabei. Deutschland-Präsident Rolf Wenner (1.v.re)und Anders Björkman, Präsident Skål Luxemburg (3.v.li.), setzen mit dieser Ortswahl ein weiteres Zeichen zum friedvollen Miteinander. Für die Delegiertenversammlung und für das touristische Programm hatten die Präsidenten und Sekretäre der europäischen Mitgliedsländer Deutschland, Schweiz, Belgien, Frankreich und das Gastgeberland Luxemburg zwei Tage Zeit, um berufliche und freundschaftliche Kontakte zu stärken. Ziel ist es, mit EUROSKÅL die Werte der internationalen Zusammenarbeit und der Freundschaft durch persönliche Kontakte und gemeinsame Veranstaltungen zu pflegen. Anregende Gespräche, erlebnisreiches Cityerleben, eine entspannte Fahrt auf der Mosel, schöne Abende mit feinen Mosel-Weinen und lokalem Bier gehörten mit ins Programm. Anne Hoffmann, Direktorin des Luxemburg Tourist Board (2.v.li.), begrüßte die Skål-Delegation mit eloquenten Worten. Danke an die Skallegen mit Patrick Lamesch (1.v.li.) in Luxemburg für die wunderbare Organisation.  mehr zu EUROSKAL

P&S-Treffen: ein perfekter Platz dafür

Parallel zum EUROSKAL-Treffen tagten die Delegierten der deutschen Skål-Clubs beim jährlich im Herbst stattfindenden Präsidenten- und Sekretäre-Treffen. Im Fokus der Sitzung stand die Optimierung der Kommunikation mittels einer Datenbank für die deutschen und europäischen Mitgliedsländer. Die „Skål-Amicale“ gehört zum guten Ton bei Skål und eint die Mitglieder, sodass das Thema Datenschutz selbst kein großes Problem darstellen sollte. Deutschland-Präsident Rolf Wenner übergab zur Vorstellung der geplanten Website an das Web-Team aus Usedom, Sophie Maus und Frank Schmidt. Schmidt ist Neumitglied im Club Usedom und EDV-Experte. Er erläuterte das Konzept und den Ablauf der Ausschreibung. Bis zum nächsten Deutschland-Tag auf der Insel Usedom will man dazu zügig voran schreiten, damit abgestimmt werden kann. 

Deutschland-Sekretär Florian Hoffrohne stellte den Delegierten der Clubs detailliert die Ergebnisse des World-Cafes vor, in welchem in acht Gruppen im Jahr 2016 Wünsche und Ziele für Skål International von den Mitgliedern erarbeitet wurden. Manche Wünsche und Anregungen waren nicht gänzlich neu, manches kann nicht verändert werden und andere Dinge sind in der Umsetzung begriffen. Ein Wunsch war etwa die Verschlankung und damit Kostenersparnis beim Skål-Head-Office in Torremolinos. Doch darauf haben die einzelnen Länder keinen Einfluss. Man wünschte sich aber auch die Modernisierung der Marke und veränderte Kommunikationswege in Deutschland, um neue Mitglieder zu gewinnen und damit auch das Durchschnittsalter einzelner Clubs zu senken. Das Logo selbst kann wegen der Internationalität freilich nicht erneuert werden. Dafür wurde aber im Bereich des Pressereferats der Newsletter neu gestaltet, das einmal im Jahr zur ITB erscheinende Skål-Journal relauncht, Facebook lebendig gemacht und der Link AKTUELL auf der Skal-Website (skal.de) für die Mitglieder-Information aktiviert. Hamburg, einer der 22 deutschen Skål-Clubs, ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein junger Präsident neue Mitglieder gewinnt. Nahezu 130 Mitglieder zählt derzeit Skål Hamburg – von Managern der großen Hotels über Reiseveranstalter, Restaurants, Busunternehmer bis zu Schiffseignern am Hamburger Hafen.   


In der Stadt Luxemburg, die 963 gegründet wurde, begrüßte Luxemburgs Tourismusdirektorin Anne Hoffmann die Teilnehmer des Euro-Skål-Treffens. „Kaum passiert man mit dem Auto das Schild mit den großen Buchstaben Bienvenue, heißt es kurz darauf schon wieder A bientôt“, erzählte sie mit einem Schmunzeln im Gesicht. „Gerade mal 57 Kilometer breit und 82 Kilometer lang ist das Großherzogtum.“ Das Urlaubsangebot jedoch erscheint riesig und vielfältig: Etwa in der charmanten und überaus grünen Altstadt mit ihrer Fußgängerzone und der lebendigen Location im Grund, womit das Tal am Fuß der Stadtmauer gemeint ist - besonders schön ist es hier auch am Abend. Innerhalb der Stadt informieren Museen über die Geschichte der Stadt und Restaurants kredenzen feinste Fischgerichte – Krustentiere findet man auf fast jeder Speisekarte. 


Und allerorten wird einem stolz von der Straßenbahn
erzählt, die im Dezember dieses Jahres ihren Betrieb aufnimmt.
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Beim Empfang im Hotel Sofitel auf dem Kirchberplateau trafen sich die Organisatoren, Präsidenten und Sekretäre aus Luxemburg, von Skål Deutschland und aus den Nachbarländern 


 

(suh)

Entspannte Moselfahrt: auf der Princess Marie-Astrid

Eine entspannte Reiseart ist die Fahrt auf der Mosel auf der Marie-Astrid. Man passiert in gemächlichem Tempo einen Weinberg nach dem anderen und genießt an Bord die exzellente Küche des Restaurants und natürlich lokalen Crémont. Angekommen in dem kleinen Winzerdorf Schengen, wo am 14. Juni 1985 auf der ersten Princess Marie-Astrid das Schengener Abkommen von den teilnehmenden Ländern unterzeichnet wurde – mittlerweile sind es 26 Länder, präsentieren sich prächtig die Nationalfahnen der europäischen Partnerländer. Lokale Künstler gestalteten kleine Kunstwerke zu jedem Land. Der Schengener Bürgermeister Ben Homan begrüßte: Er ist Europäer, der Schlagbäume schon lange nicht mehr kennt und sich aktuell umso mehr für den Schengen-Raum einsetzt – man spürte es angenehm. In seiner Ansprache erzählte er über die Geschichte und über den Alltag in der rund 4.500 Einwohner zählenden Gemeinde und lud, wie es unter Winzern üblich ist, zu einem Glas Wein ein. Mit den Worten „A bientôt“ verabschiedete er vor dem Europadenkmal die Skål-Delegation. Die Skål-Mitglieder verständigten sich darauf, das nächste EUROSKAL-Treffen im kommenden Jahr in Paris abzuhalten.  





















Das nächste Treffen der deutschen Clubs ist der deutsche Skål-Tag auf der Insel Usedom vom 20. bis 22. April 2018.


Text und Bild: Susanne Heiss /  Bild Gruppe Ursula Mühlens