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Präsidenten- und Sekretäretreffen bot vielfältiges Programm

Gute Laune im gastlichen Freiburg

Im Schwarzwald versteht man sich auf Gäste, das bewiesen die Freiburger Skållegen beim 29. Präsidenten- und Sekretäretreffen vom 20. bis 22. November in der Münsterstadt mit guter Laune und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm. Interessante Daten und Fakten über die touristische Entwicklung Freiburgs erfuhren die Teilnehmer beim Get-together am Freitagabend im Tagungshotel Dorint an den Thermen aus erster Hand vom Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe Gesellschaft, Dr. Bernd Dallman. Freiburg steht gut da, sagte dieser. Die Hotels sind zu 76 Prozent ausgelastet bei einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 87 Euro. In den nächsten beiden Jahren kommen vier weitere Hotels mit insgesamt 900 Zimmern hinzu. Wirtschaftstreiber Nummer eins sei der Gesundheitstourismus. Für das Wohl der Gäste sorgte an diesem Abend die Hausherrin, Skållegin Yvonne Stadler. Präsidentin Lonieta Dylus, die eingangs die Gäste begrüßt hatte, hieß zu späterer Stunde auch Freiburgs Bürgermeister Ulrich von Kirchbach willkommen. 

Get-together im Tagungshotel Dorint an den Thermen.



Immer gut drauf,  die Skållegen aus Aachen: mit Präsident Detlef Hambücker (links) und Vizepräsident Roger Thomas (rechts) mit Ehefrauen. 





Nie ohne Skål-Toast: „To fellow Skålleagues everywhere…“ .




 

 Dr. Bernd Dallmann präsentiert Zahlen und Fakten zur touristischen Entwicklung Freiburgs.


Mit „Neunfingerle“ durch die Stadt 

Am Samstag hatte die Tagung pünktlich um 12 Uhr zu enden, denn der Nachmittag war eng getaktet. Im ältesten Gasthaus Deutschlands, „Zum Roten Bären“, empfing Hausherrin und Skållegin Monika Hansen die Gäste mit leckerem Tafelspitz und Informationen über die Geschichte des 1311 in Betrieb genommenen Anwesens. Keine Geringere als Frankreichs Königin Marie Antoinette nächtigte hier auf ihrer Hochzeitsreise von Wien nach Paris. Kaum war der Nachtisch verzehrt, wurde die Gruppe auch schon von „Neunfingerle“ – den zehnten Finger verlor der mittelalterliche Tunichtgut im Laufe seines unruhigen Lebens – am Predigertor erwartet. Die anekdotenreiche Kostümführung mögen die Skållegen sicher nicht missen – auch wenn‘s recht feucht und kühl war. 

„Neunfingerle“ führt durch seine Heimatstadt. 


Europa-Park und Schwarzwälder Kirschtorte 

Zurück im Hotel, gab es eine kleine Schonzeit, ehe der Bus Richtung Europa-Park startete. Deutschlands größter Freizeitpark, der dieses Jahr sein vierzigstes Jubiläum feierte, wird von der Familie Mack betrieben. Thomas Mack ist Mitglied im Skål-Club Freiburg. Einer kurzweiligen Präsentation der Entwicklung des Parks folgten kulinarische Leckerbissen (Carpaccio vom Rind, Gebratene Maispoulardenbrust, Schokoladen-Pot de Crème) im stimmungsvollen Restaurant „Captain’s Finest“ des Themenhotels „Bell Rock“ – ein genussreicher und entspannter Abend in maritimem Ambiente. 

Am Sonntag lernten die Skållegen von Köchin Laura Höffgen, die in der Pâtisserie des Hotels für alles Süße zuständig ist, wie man die weltberühmte Schwarzwälder Kirschtorte herstellt. Da ging es im Kaminzimmer beim Ausstechen von Biskuitteig, Beträufeln mit verdünntem Kirschwasser und Verzieren mit Kirschen und Sahne richtig zur Sache. Spaß hat’s gemacht, und köstlich war’s. 

Fleißig: Auf dem Weg zum Schwarzwälder-Kirschtorten-Profi. 


Fertig ist das Werk – dank Köchin Laura Höffgen (Mitte). 


Aber alles hat einmal ein Ende, und so hieß es um die Mittagszeit, Abschied nehmen von den Skållegen und von Freiburg – was mit Wehmut geschah. Ein herzliches Dankeschön an Präsidentin Lonieta Dylus, Arne Kuder, Christian Urschel, Anne Schmieder-Matten und all die anderen fleißigen Organisatoren vor und hinter den Kulissen. Es war eine gelungene Tagung. 

Time to say good bye – aber nicht ohne Wimpeltausch (von links): 
Skål-Freiburg-Präsidentin Lonieta Dylus, Skål-Frankfurt-Präsident Heribert Becker,
Hausherrin Yvonne Stadler.

SKAL Präsidium will Mitglieder entlasten


Gibt es bald eine externe Geschäftsstelle?

Eine gut gefüllte Kasse lässt das Präsidium von Skål International Deutschland an die Einrichtung einer externen Geschäftsstelle denken. Diese Überlegung wurde auf dem  Präsidenten- und Sekretäretreffen (PuS) vom 20. bis 22. November in Freiburg zur Diskussion gestellt. Rolf Wenner sagte im Tagungshotel Dorint an den Thermen, man wolle auf Klagen aus den Clubs wegen Überlastung reagieren und sie unterstützen. Eine bezahlte Teilzeitkraft könnte sich der Verein leisten.   

Weil der Tagesordnungspunkt auf der Agenda ziemlich weit hinten stand und die Zeit wegen des Anschlussprogramms drängte, kam es nur zu einer kurzen Aussprache. Umso mehr gewinnt der Appell des Präsidenten an Bedeutung, die Clubs mögen sich nun Gedanken machen, ob und wie eine Geschäftsstelle sie entlasten könnte. Schriftliche Äußerungen dazu – per E-Mail an sekretariat@skal-deutschland.de – sammelt Generalsekretär Florian Hoffrohne. Auf dieser Grundlage wird das Präsidium eine Job-Beschreibung anfertigen. Für die Besetzung der Stelle ist Skål-Erfahrung erwünscht.

300 Euro Zuschuss

Finanziell will das Präsidium den Clubs außerdem mit einem Zuschuss von 300 Euro für das PuS-Treffen unter die Arme greifen. Kleinere Clubs, die sich die Reise- und Tagungskosten nicht leisten können, hätten so die Möglichkeit der Teilnahme. Finanzstärkere Clubs sollten eine weitere Person entsenden. Die PuS-Treffen beschränken sich nicht auf die genannten Funktionsträger, sondern es ist jedes Skål-Mitglied willkommen. Ein Zuschuss in gleicher Höhe gilt bereits für die Teilnahme am Deutschen Skål-Tag. In diesem Zusammenhang wurde noch einmal bekräftigt, dass alle Young-Skål-Mitglieder kostenfrei zum Deutschen Skål-Tag eingeladen werden.

Skål in der Cloud

Sophie Maus, im Präsidium für den Internetauftritt der Organisation zuständig, zeigte in einer Präsentation neue Wege zur Nutzung des Webs. Ihr Ziel für skal.de/skal-deutschland.de ist eine Cloud, aus der von jedem digitalen Gerät (Desktop, Laptop, Smartphone, Tablet) zentral abgelegte Informationen abgerufen werden können. Bis zum Deutschen Skål-Tag 2016 soll das neue System, in das auch die Mitgliederdatenbank integriert wird, funktionieren. Weil Sophie Maus möglichst frei verfügbare Shareware oder preisgünstige Lösungen einsetzt, halten sich die Kosten für die Optimierung der Website im Rahmen.

Kritik am Weltkongress

Eingangs hatte Deutschland-Präsident Rolf Wenner ausführlich vom Skål-Weltkongress in Spanien berichtet und Kritik an dessen unstrukturiertem Verlauf geäußert. Einmal mehr fühlt er sich darin bestätigt, vom Welt-Executive Committee strukturelle Veränderungen zu verlangen. Die Forderungen – unter anderem geht es um eine Veränderung des Wahlverfahrens, die Wiederbesetzung des vakanten Postens eines Generalsekretärs, eine zweijährige Amtszeit für den Weltpräsidenten (bislang ein Jahr) und Kostensenkung in der spanischen Zentrale – werden von mehreren Präsidenten benachbarter Skål-Länder mitgetragen. Auf dem Weltkongress habe man leider keine Erfolge erzielt, doch lasse man nicht locker, sagte Rolf Wenner. Das nächste Treffen auf europäischer Ebene soll noch in diesem Jahr stattfinden.

Die nächsten Termine

Um die Austragung des Präsidenten- und Sekretäretreffens 2016 hat sich der Frankfurter Skål-Club erfolgreich beworben. Das Treffen soll mit dem Welttourismustag verbunden werden, wird also am Wochenende vor oder nach dem 27. September stattfinden. Bereits fest steht der Termin für den Deutschen Skål-Tag mit Jahresdelegiertenversammlung in Garmisch-Partenkirchen – dort trifft man sich vom 22. bis 24. April 2016. Im Jahr darauf lädt der Düsseldorfer Skål-Club ein.

            

Text: Claudia Ehry 


Text: Claudia Ehry 

Fotos: Daniel Schoenen, Claudia Ehry